Neues von Cassini.

06.06.2019

Kann Deutschland Digitalisierung?

Cassini gab Antworten auf dem Zukunftskongress 2019

Auch in diesem Jahr war Cassini Consulting Platin Partner des Zukunftskongress, der Leitveranstaltung für Verwaltungsdigitalisierung im deutschsprachigen Raum, mit knapp 100 Ausstellern und über 1.800 Teilnehmern. Der 7. Zukunftskongress Staat & Verwaltung 2019 fand von 27. bis 29. Mai statt und füllte somit erstmals drei Kongresstage. Cassini engagierte sich mit mehreren Veranstaltungen zu Fachthemen und als Gastgeber des Netzwerkabends. Im Mittelpunkt vieler Beiträge standen „Lust und Mut zum digitalen Wandel“.

Über den nötigen Kulturwandel sprach auch der Schirmherr Bundesinnenminister Horst Seehofer bei seiner Kongresseröffnung. Er demonstrierte einen Führungsstil auf Augenhöhe und lobte seine Mitarbeiter als große Persönlichkeiten. Die Umsetzung des Onlinezugangsgesetzes (OZG) und der 575 Verwaltungsleistungen verlaufe planmäßig.

Im großen Kuppelsaal des Berlin Congress Center (bcc) eröffnete kurz darauf Theodoros Moutsokapas, Management Consultant bei Cassini, einen Best-Practice-Dialog mit dem Titel „Eine Frage der Kultur: Digitalisierung der Arbeitswelt an praktischen Beispielen“. Seine Gesprächspartner waren Dr. Helma Hagen (Referatsleiterin Organisation und E-Government, MWIDE NRW), Dr. Sven Egyedy (CTO, Auswärtiges Amt) und Dr. Alexander Dietrich (Referatsleiter Personal und Organisation, Landeshauptstadt München). Dabei ging es um die Frage, wie eine Kultur geschaffen werden kann, die Beschäftigte motiviert, digitale Möglichkeiten für Arbeitsprozesse voll auszuschöpfen. Die Gesprächspartner lieferten zahlreiche Praxisbeispiele.

Am zweiten Kongresstag befasste sich Michael Seipel, Partner bei Cassini, zusammen seinen Gästen im Zukunftsforum eID mit dem Thema „Schutz und Gestaltung sicherer digitaler Identitäten und Transaktionen“. Hier gibt es mittlerweile eine ganze Reihe von Verfahren zur Authentifizierung mit unterschiedlichen Stärken und Schwächen. Eine gute Verbreitung innerhalb der öffentlichen Verwaltung und Akzeptanz bei den Bürgerinnen und Bürgern fehlen jedoch. Eine angeregte Diskussion führen Matthias Taube (Referatsleiter Identitätsmanagement, Pass- und Ausweiswesen, BMI), Dr. Stephan Klein (Geschäftsführer Governikus) und Dr. Dirk Woywod (CTO, Verimi).

Besonders interessante Impulse setzen auf dem Zukunftskongress häufig die Gäste aus dem Ausland. So auch der Botschafter des Königreichs Dänemark Friis Arne Petersen, der berichtete, wie in Dänemark schon im Gesetzgebungsverfahren konsequent die digitale Tauglichkeit geprüft und berücksichtigt wird. Darüber sprach er mit Jan-Lars Bey, Partner bei Cassini, in der Zukunftswerkstatt zur Umsetzung des Onlinezugangsgesetzes mit der Leitfrage: „Wie machen wir unser Recht digitaltauglich?“ Die weiteren Gesprächspartner im Panel waren Prof. Dr. Sabine Kuhlmann (NKR, Uni Potsdam), Carola Heilemann-Jeschke (Leiterin des Referats IT-Recht und Compliance, Senatorin für Finanzen, Freie Hansestadt Bremen), Björn Bünzow (Regierungsdirektor, Arbeitsgruppe Digitale Verwaltung/ Digitalisierungsprogramm, BMI) und Thomas Heilmann (MdB, CDU/CSU). Entscheidend sei, so das Podium, dass Bundestag und Verwaltung im Kontext der Gesetzgebung deutlich enger und früher zusammenarbeiten müssten.

Bei überwiegend sonnigem Wetter über Berlin sorgte der Cassini Eiswagen wieder einmal für eine angenehme Abkühlung. Am Abend wurde der leuchtend grüne Eiswagen dann durch Food-Trucks verstärkt, die während der Abendveranstaltung mit Live-Musik für ein abwechslungsreiches kulinarisches Rahmenprogramm sorgten. In dieser ungezwungenen Atomsphäre war der ideale Rahmen für entspanntes Netzwerken geboten. So war die Veranstaltung bis zu ihrem Ende in den späten Abendstunden sehr gut besucht.

Christian Kuczera, Management Consultant bei Cassini, stellte am dritten Kongresstag die Frage, wie man bei der IT-Konsolidierung Interessenvertretungen erfolgreich einbindet. Es entwickelte sich eine lebhafte und spannende Diskussion mit dem Publikum und den Gästen Ulrike Schäfer (Hauptpersonalrat, BMI), Klaus Werth (Regierungsdirektor, Arbeitsgruppe Dienstekonsolidierung, BMI) und Dr. Ludwig Nellinger (Referat IT-Konsolidierung, BMEL).

Die Veranstaltung endete mit einem Abschlusspanel in dem Programmbeirat Dr. Klaus von Dohnanyi eine Debatte über Kulturen der Ordnung und Kulturen des Aufbruchs auslöste. Über die Fragestellungen „Warum tut sich Deutschland mit der Digitalisierung so schwer? Welche Rolle spielt die deutsche Mentalität?“ diskutierten Friis Arne Petersen (Botschafter des Königreichs Dänemark), Ulrich Silberbach (Bundesvorsitzender, dbb beamtenbund und tarifunion), Günter Junk (CEO, Virtual Solution), Christian Rupp (CIO, MACH AG), Michael Seipel (Partner bei Cassini) und Dr. Dirk Woywod (CTO, Verimi). Für Seipel ist Digitalisierung vor allem Chefsache: Es brauche klare Verantwortlichkeiten und Leader, die die Digitalisierung der Öffentlichen Verwaltung und der Gesellschaft nach vorne pushen.

Auch in diesem Jahr wurden auf dem Zukunftskongress die aktuellsten und wichtigsten Themen der Verwaltungs-IT diskutiert. Cassini Consulting konnte wieder dazu beitragen wichtige inhaltliche Impulse zu setzen und die richtigen Gesprächspartner seines breiten Kundennetzwerks zusammenbringen. Als kompetenter und langjähriger Beratungspartner in Bund und Ländern, blickt Cassini auf eine erfolgreiche Veranstaltung zurück.